22.12.2011, 12:18 Uhr | msh
Ein Gebäudereiniger putzt eine riesige Glasfassade. (Quelle: dapd)
Morgens fahren viele Mamas und Papas zur Arbeit. Nicht immer sind sie bei der Firma angestellt, für die sie gerade arbeiten. Manche sind bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt. In Deutschland gibt es viele Zeitarbeiter. Künftig sollen sie einen Mindestlohn kriegen. Das hat die deutsche Regierung am Dienstag, den 20.12. beschlossen.
Wenn Menschen bei einer Zeitarbeitsfirma sind, dann werden sie quasi verliehen. Die Zeitarbeitsfirma schickt sie in andere Firmen, wo gerade Leute gebraucht werden. Dort arbeiten die Menschen dann Tag für Tag, obwohl sie eigentlich gar nicht zum Unternehmen gehören. Viele Menschen gehen zu einer Zeitarbeitsfirma, obwohl sie dort schlechter verdienen. Sie machen das, um zum Beispiel endlich einen Job zu haben. Oder sie finden es gut, so mehrere Betriebe kennenlernen zu können. Firmen nutzen Zeitarbeiter gern, weil sie so Kosten sparen. Sie gehen auch nicht so viele Pflichten ein, wenn sie einen Zeitarbeiter ins Haus holen.
Die deutsche Regierung will, dass die Zeitarbeiter fair bezahlt werden. Ab 1. Januar sollen sie einen Mindestlohn erhalten. Wenn Menschen einen Mindestlohn bekommen, dann wird ein bestimmter Betrag festgelegt, der gezahlt werden muss. Weniger darf es dann nicht sein. Zeitarbeiter sollen künftig mindestens 7,89 Euro pro Stunde verdienen, wenn sie im Westen Deutschlands arbeiten. Im Osten sollen es mindestens 7,01 Euro pro Stunde sein. Im November sollen die Löhne dann noch mal steigen. Mit dieser Regelung werden die Menschen vor allzu schlechten Löhnen geschützt. Rund 900.000 Leute arbeiten derzeit in Deutschland als Zeitarbeiter.
Den Mindestlohn gibt es in Deutschland schon länger. Manche Berufe bekommen ihn bereits. Darunter sind Gebäudereiniger und Dachdecker. Auch sie sollen künftig höhere Mindestlöhne kriegen.
Quelle: dapd
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