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Wie funktioniert eine Schnee-Kanone?

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Schnee-Kanone

Wie wird Kunstschnee hergestellt?

26.01.2015, 11:59 Uhr | t-online.de, dpa

Wie funktioniert eine Schnee-Kanone?. Der Schneemeister mit einer Schnee-Kanone. (Quelle: dpa/Julia Rudorf)

Hubert Neidhardt arbeitet seit vielen Jahren als Schneemeister. (Quelle: Julia Rudorf/dpa)

Selbst in typischen Ski-Gebieten fällt nur selten noch genug Schnee für den beliebten Wintersport. Deshalb kommt der Schnee immer häufiger aus der Schneekanone. Wie der Kunstschnee aus der Kanone kommt, erklärt dir Hubert Neidhardt. Er ist Schneemeister im Chiemgau in Bayern. Neidhardt sorgt dafür, dass auf den Skipisten genug Schnee liegt.

Auf den ersten Blick sieht eine Schneekanone aus wie ein riesengroßer Ventilator. Der Schneemeister erklärt, was sie braucht, um Schnee zu machen: "kaltes Wasser, Strom, ziemlich viel Druck - und Kälte".

Die Schneekanone ist an dicke Schläuche und Kabel angeschlossen. Sie transportieren den Strom und eiskaltes Wasser zu der Beschneiungsanlage. "Das Wasser hat so viel Druck, dass man den Schlauch alleine kaum festhalten könnte", sagt Neidhardt. Dann zeigt er auf den Rand der Schneekanone. Er ist rundherum besetzt mit unterschiedlichen Düsen aus Metall.

Sobald die Maschine läuft, sprühen aus den einen Düsen feine Wassertropfen. "Wenn es kalt genug ist, entstehen daraus winzig kleine Eiskörnchen", sagt der Fachmann. Durch die anderen Düsen wird das Wasser noch feiner zerstäubt - wie Nebel. "Diese kleinsten Wassertropfen können sich dann an die größeren Eisteilchen anlagern. So wird der Eiskristall größer."

Ein Propeller verteilt den Kunstschnee

Damit aus dem Wasser auch wirklich Schnee wird, muss es aber noch möglichst lange durch die kalte Luft fliegen. Dafür hat die Schneekanone einen Propeller. Ein paar Meter weiter weg fallen dann die winzigen Eiskristalle und gefrorenen Wassertröpfchen als Schnee zu Boden.

So schön ist Schnee

Ohne Kälte kein Kunstschnee

Eine wichtige Sache kann die Maschine aber nicht liefern und zwar die Kälte. "Man schaltet erst bei etwa Minus drei Grad die Beschneiungsanlage ein", sagt der Schneemeister. Wenn es wärmer ist, kommt aus der Maschine nämlich kein Schnee - sondern nur kaltes Wasser.

Umstrittener Kunstschnee

Viele Leute finden die Sache mit dem Kunstschnee jedoch nicht gut. Kunstschnee herzustellen, verbraucht sehr viel Wasser und Energie - und das ist schlecht für die Umwelt. Auch das Skifahren selbst wird immer teurer, wenn der Schnee künstlich erzeugt werden muss.

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