Westerwelle will Welt ohne Atomwaffen
08.02.2010, 10:50 Uhr | ruf
Guido Westerwelle ist der Außenminister von Deutschland. (Bild: imago)
Viele Politiker haben in den vergangenen Tagen über Sicherheit diskutiert. Sie haben sich in der bayerischen Stadt München zu einer Sicherheitskonferenz getroffen. Dort haben die Politiker aus aller Welt auch viel über Atomwaffen gesprochen. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle möchte, dass alle Atomwaffen abgeschafft werden.
Sicherheitskonferenz in München
Atomwaffen sind besonders gefährlich. Wenn sie eingesetzt werden, töten sehr viele Menschen und machen andere über viele Jahre hinweg krank. Nur wenige Länder besitzen Atomwaffen. Viele Menschen haben aber Angst davor, dass mehr Länder Atomwaffen bauen wollen. Das war auch ein Thema bei der Sicherheitskonferenz in München. Denn viele vermuten, dass das Land Iran Atomwaffen baut. Das wollen viele verhindern. Um Atomwaffen herzustellen, braucht man einen speziellen Baustoff. Er heißt angereichertes Uran. Iran sagt, das Land brauche das angereicherte Uran für die Atomenergie, also um in Kernkraftwerken elektrischen Strom zu gewinnen. Aber das glauben viele Menschen dem Iran nicht.
Iran will Uran anreichern
Der Außenminister des Iran wollte auf der Konferenz darüber verhandeln, wie Iran das angereicherte Uran bekommen kann, ohne dass die Welt Angst haben muss. Offensichtlich war der Präsident des Iran aber nicht mit den Verhandlungen zufrieden. Denn am Sonntag sagte er, dass sein Land nun damit beginne, selber Uran anzureichern. Das entsetzte viele. Einige befürchten außerdem, dass auch das Land Nordkorea Atomwaffen bauen könnte.
Atomwaffen sollen langfristig abgeschafft werden
Darum sind auch Politiker aus anderen Ländern der gleichen Meinung wie Guido Westerwelle: Die Atomwaffen müssen abgeschafft werden. Alle wissen, dass das nicht sofort geht. Guido Westerwelle sagte, dass es natürlich lange dauern würde, bis alle Waffen vernichtet sind. Aber er glaubt, dass Abrüstung möglich ist. Wenn Länder ihre Waffen zerstören, nennt man das Abrüstung. Guido Westerwelle sagte bei der Sicherheitskonferenz, dass Deutschland sich für ein "Jahrzehnt der Abrüstung" einsetzen will.
Quelle: ddp