29.01.2013, 11:03 Uhr | dapd
Im Weltraum können Menschen nicht einfach so überleben. Sie brauchen spezielle Anzüge und Essen. Bisher müssen Astronauten das von der Erde aus mitnehmen, wenn sie ins All fliegen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (abgekürzt: DLR) erforscht seit 2009, wie im Weltraum Nahrungsmittel hergestellt werden können.
2015 oder 2016 soll es losgehen, dann wollen die Forscher ausprobieren, wie Gemüse und Obst im All oder auf anderen Planeten wachsen können. Das Experiment hat den Namen "Gärten im Weltraum". Die Forscher wollen herausfinden, wie die Pflanzen in einem geschlossenen System im All gedeihen können. Dabei müssen sie unter anderem berücksichtigen, dass die Gravitation, also die Anziehung, im Weltraum oder auf anderen Planeten anders ist als auf der Erde.
Bis 2020 sollen diese neuen Technologien erprobt sein. Denn 2020 ist ein wichtiges Datum für die Weltraumforscher. Dann wird die Internationale Raumstation (abgekürzt: ISS) ausgedient haben. Sie war von mehreren Ländern gemeinsam gebaut worden und umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe. Auf der Station leben Astronauten, die von der Erde aus immer wieder mit Lebensmitteln versorgt werden. Doch sollten Raumfahrer einmal weiter weg fliegen, dann wäre das nicht mehr möglich. Darum erforschen Wissenschaftler, ob und wie Lebensmittel im All erzeugt werden können.
Quelle: dapd
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