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Warum leben Pinguine nicht am Nordpol?

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Warum leben Pinguine nicht am Nordpol?

27.12.2012, 11:27 Uhr | dapd; aq, dapd

Pinguine kommen nur auf der südlichen Hälfte der Weltkugel vor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Pinguine kommen nur auf der südlichen Hälfte der Weltkugel vor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

An den beiden Polen der Erde ist es bitterkalt und es liegt viel Schnee. Das haben Nordpol und Südpol gemeinsam. Doch es gibt auch einige Unterschiede: Eisbären zum Beispiel leben nur im Norden, in der Arktis. Pinguine dagegen kommen nur auf der südlichen Hälfte der Weltkugel vor. Doch warum ist das so?

Pinguine bleiben im Süden

Doktor Joachim Plötz weiß mehr über die Tiere. Er ist Biologe und arbeitet am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (abgekürzt: AWI) in der norddeutschen Stadt Bremerhaven. Er sagt: "Beide Tierarten sind dort entstanden, wo sie heute leben. Die Evolution hat das so vorgegeben." Als Evolution bezeichnen Wissenschaftler die Entstehung der verschiedenen Arten von Tieren und Pflanzen auf der Erde. Dass keine der beiden Tierarten zum anderen Pol wechselt, liegt an der Entfernung von der Arktis zur Antarktis. Sie können nicht einfach so am anderen Pol heimisch werden. Manche Pinguinarten leben gar nicht am Südpol, sondern in wärmeren Gegenden weiter nördlich. Aber auch sie bleiben immer auf der südlichen Hälfte der Erde. Warum das so ist, weiß niemand ganz genau.

Tiere fühlen sich in ihrer Heimat wohl

Fest steht aber, dass Eisbären und Pinguine an das Leben in ihrer Umgebung gut angepasst sind. Beide Tierarten finden zum Beispiel in ihrer Heimat genug zu fressen. Die Pinguine entstanden vor Millionen Jahren auf der südlichen Erdhalbkugel. Damals hingen die Erdteile enger zusammen als heute. Als die Kontinente sich voneinander weg bewegten, gelangten die Vorfahren der heutigen Pinguine in immer kältere Gegenden und passten sich dem Leben dort an.

Eisbär: weißes Fell und schwarze Haut

"Eisbären sind eng mit Braunbären verwandt, die es in den Ländern rund um den Nordpol gibt. Ihr weißes Fell ist in Schnee und Eis eine gute Tarnung und im Vergleich zu braunem Fell ein Vorteil. Außerdem lässt es den Sonnenschein bis auf die Haut durch", erklärt Joachim Plötz. Die Haut unter dem Fell ist beim Eisbären schwarz und nimmt Wärme besser auf als jede andere Farbe. Dadurch wärmt die Sonne die Eisbären auch im kalten Polargebiet so gut wie möglich.

Riesenalk von Eisbären und Menschen ausgerottet

"Auf der Nordhalbkugel gab es mal eine Vogelart, die wie Pinguine nicht fliegen konnte: der Riesenalk. Der Riesenalk ähnelte Pinguinen, obwohl er kein Pinguin war", sagt Joachim Plötz. Die Eisbären vertrieben diesen Vogel aber aus der Arktis, und die Menschen jagten ihn. Der Riesenalk ist seit ungefähr 160 Jahren ausgestorben.

Quelle: dapd; aq, dapd

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