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Warum ist Tiefkühlgemüse gesünder als Gemüse aus der Dose?

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Warum ist Tiefkühlgemüse gesünder als Gemüse aus der Dose?

02.01.2012, 13:55 Uhr | aq

Tiefkühlgemüse ist gesünder als Gemüse aus der Dose. (Quelle: dapd)

Tiefkühlgemüse ist gesünder als Gemüse aus der Dose. (Quelle: dapd)

Gemüse ist gesund. Deswegen sollen wir viel davon essen. Wer keine Zeit hat frisches Gemüse zuzubereiten, kann es auch tiefgefroren kaufen. Das soll gesünder sein als Dosengemüse. Aber stimmt das wirklich?

Vitamine gehen nach der Ernte kaputt

Vitamine sind natürliche Stoffe, die unser Körper braucht. Vor allem Vitamin C ist wichtig, es stärkt zum Beispiel unsere Abwehrkräfte. Die schützen uns davor, krank zu werden. Je mehr Vitamine ein Gemüse enthält, desto gesünder ist es. Carola Herckelrath arbeitet für das Deutsche Institut für Tiefkühlkost in der deutschen Hauptstadt Berlin. Sie sagt: "Tiefkühlgemüse enthält mehr Vitamine als Dosengemüse." Am höchsten ist der Vitamingehalt, wenn das Gemüse reif ist, so die Expertin. Vitamin C ist jedoch sehr empfindlich. Wie alle Vitamine geht es schnell kaputt. "Sobald ein Gemüse geerntet ist, beginnen die Vitamine darin zu zerfallen", weiß die Fachfrau. Zeit ist der größte Feind der Vitamine.

Hitze zerstört Vitamine

Gemüse muss also schnell verarbeitet werden. Deswegen wird es vom Feld sofort in eine Fabrik gebracht. Dort wird es geputzt und je nach Sorte klein geschnitten. Das Gemüse für die Dose wird dann konserviert. Das bedeutet, dass es in einer Konservendose eingekocht wird. Dafür wird es auf rund 120 Grad Celsius erhitzt und gegart. Durch das Erhitzen werden Keime und Bakterien abgetötet. Das Dosengemüse lässt sich dann lange aufbewahren. Beim Garen gehen allerdings auch viele Vitamine verloren. "Hitze mögen die Vitamine nämlich auch nicht", erklärt Expertin Herckelrath.

Tiefkühlgemüse: Kurz erhitzt und dann schockgefroren

Tiefkühlgemüse wird ebenfalls haltbar gemacht. Dafür wird es jedoch nicht gegart, sondern sehr schnell eingefroren. "Vom Feld bis in die Truhe vergehen gerade einmal zwei bis drei Stunden", weiß Herckelrath. Davor wird das Gemüse blanchiert. Das heißt, es wird ganz kurz in heißes Wasser getaucht. Danach ist es keimfrei. Die meisten Vitamine bleiben aber erhalten. "Es ist ja nur ein ganz kurzes Eintauchen", erklärt die Expertin. Anschließend wird das Gemüse eingefroren. Dazu wird es innerhalb weniger Minuten auf bis zu minus 40 Grad Celsius herunter gekühlt. Es wird schockgefrostet, sagt die Fachfrau. Und dabei werden die Vitamine sozusagen auch eingefroren. "Die halten dann einen Dornröschenschlaf", so Carola Herckelrath.

Zu langes Kochen zu Hause ist schlecht fürs Gemüse

Wegen der Kälte wird der Verfall der Vitamine stark verlangsamt. Wenn wir es kaufen, enthält Tiefkühlgemüse also mehr Vitamine als die Dosenware. Was jedoch zählt, ist, was wir nachher zu uns nehmen. Das Dosengemüse muss nur aufgewärmt werden. Tiefkühlgemüse ist aber noch roh. Das müssen wir zu Hause selbst kochen. Auf der Verpackung steht, wie lange wir es garen sollen. Wer sich daran hält, hat knackiges Gemüse auf seinem Teller. "Das hat dann auch gekocht noch mehr Vitamine als Dosengemüse", erklärt die Fachfrau. Manche Menschen mögen ihr Gemüse aber lieber weich. Doch je länger das Gemüse köchelt, desto mehr Vitamine gehen verloren. Dann macht es keinen Unterschied mehr, ob es tiefgefroren war oder aus der Dose kam.

Quelle: dapd

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