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Warum brennen Brennnesseln?

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Warum brennen Brennnesseln?

03.09.2012, 14:22 Uhr | dapd

Warum brennen Brennnesseln?. Brennnesseln schützen sich vor Tieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Brennnesseln schützen sich vor Tieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Autsch! Wer schon mal Brennnesseln zu nah gekommen ist, weiß: Das tut ordentlich weh. Feuerrote Quaddeln bilden sich auf der Haut. Doch wie machen die Pflanzen das? Und warum brennen Brennnesseln überhaupt?

Pflanze verteidigt sich

Brennnesseln wachsen auf vielen Wiesen, am Straßenrand, ja sogar auf Schuttplätzen. Wer die Pflanzen berührt, der kann sich verbrennen. Brennnesseln haben sogenannte Brennhaare unter den Blättern und am Stängel. Damit wollen sie uns Menschen und Tiere nicht ärgern. Die Pflanzen versuchen, sich zu schützen. Sie wollen nicht gefressen werden. Die Brennhaare sind so etwas wie Verteidigungswaffen.

Haare bleiben in unserer Haut stecken

Die Brennhaare haben an ihrer Spitze ein seitlich abgeknicktes Köpfchen. Berühren wir dieses Köpfchen, bricht es an einer bestimmten Stelle ab. Der übriggebliebene, harte Rest des Haares bohrt sich dabei in die Haut. Es strömt eine Flüssigkeit aus. Sie ist für den Schmerz und die Schwellungen verantwortlich. Ein Zehntausendstel Milligramm dieser Flüssigkeit reicht aus, um uns Schmerzen zuzufügen.

Jeder reagiert anders

Die Flüssigkeit besteht aus verschiedenen chemischen Stoffen. Ameisensäure gehört beispielsweise dazu. Aber auch ein Stoff mit dem schwierigen Namen Acetylcholin. Die beiden Stoffe sind verantwortlich dafür, dass wir ein Brennen verspüren, wenn wir die Brennnesseln berühren. Für die Schwellungen und das Jucken sind andere Stoffe zuständig, vor allem das Histamin löst das aus. Histamin ist ein Hormon, das eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen spielt. Da jeder Mensch anders reagiert, wirken die Brennnesseln durchaus verschieden. Manche haben arg mit den Quaddeln zu kämpfen. Bei anderen ist es nicht ganz so schlimm.

Wer aufpasst, kann Brennnesseln sogar pflücken

Wer sich auskennt, kann Brennnesseln sogar pflücken, ohne sich wehzutun. Aus den Pflanzen kann beispielsweise Tee zubereitet werden, der sehr gesund ist. Um an die Brennnesseln zu kommen, müssen die Menschen von unten nach oben über die Pflanze streifen. Dann brechen die Köpfchen der Brennhaare nicht ab, und die scharfe Brennflüssigkeit bleibt sicher verpackt. Aber Vorsicht! Das klappt nicht immer. Wer so etwas können will, muss üben. Dabei kann er sich wehtun.

Gegen die Quaddeln hilft Kühlen

Wer wirklich mal Brennnesseln berührt hat, dem kann übrigens geholfen werden. Es gibt verschiedene Mittel, um die Quaddeln und das Brennen zu lindern. Ein altes Hausmittel sind der Breitwegerich und der Spitzwegerich. Der Saft oder der Brei dieser Pflanzen können die Schmerzen verringern. Die Pflanzen wachsen bei uns auf vielen Wiesen oder an Straßen. Daneben hilft: Kühlen und abwarten. Wen es ganz schlimm erwischt, der kann auch bestimmte Salben auftragen. Ärzte können helfen.

Wie Tiere die Pflanze austricksen

Obwohl die Brennnesseln sich mit ihren Brennhaaren vor Fressfeinden schützen wollen, gibt es übrigens trotzdem Tiere, die sie anknabbern. Die Tiere haben Wege gefunden, sich nicht zu verbrennen. Sie fressen zum Beispiel um die Haare herum. Oder sie nehmen nur die Blattränder, weil dort keine Haare sind. Fressen die Tiere die Haare unten an ihrer Wurzel an, dann müssen sie ebenfalls nichts befürchten. Auch dann verbrennen sie sich nicht. Die Raupen vieler Schmetterlingsarten ernähren sich von Brennnesseln.

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