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Warum bekommen wir Schluckauf?

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Warum bekommen wir Schluckauf?

17.01.2012, 12:14 Uhr | Tonja Schewe

Ein Hicks ist manchmal ganz schön unangenehm. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Hicks ist manchmal ganz schön unangenehm. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bestimmt hast du schon mal gehört, dass man jemanden erschrecken soll, damit der Schluckauf weggeht. Aber warum bekommen wir überhaupt Schluckauf und was passiert dabei in unserem Körper?

Grafische Darstellung zum Schluckauf (Quelle: T-Online mit Bildmaterial von Thinkstock) Grafik zum Großklicken (Quelle: T-Online mit Bildmaterial von Thinkstock)

Wieso hat man Schluckauf?

Die gängigste Erklärung, wenn jemand Schluckauf hat, lautet: "Da denkt jemand an dich!". Das ist allerdings nur eine Redensart. Denn der Schluckauf ist ein angeborener Reflex. Ein Reflex ist eine automatische Reaktion unseres Körpers. Der Schluckauf soll verhindern, dass Flüssigkeiten oder Essensreste in die Lunge geraten. Das wäre gefährlich. Deshalb schickt unser Gehirn ein Signal an das Zwerchfell. Dieser Muskel, der den Bauchraum von der Brust trennt, zieht sich zusammen. Das bewirkt ein Zuschnappen der Stimmritze. Die Atmung stockt plötzlich, was den typischen Hicks bewirkt. Die Stimmritzen befinden sich in einem Organ, das Kehlkopf heißt. Es ist für unsere Stimme zuständig.

Was löst den Schluckauf aus?

Wenn wir Wasser mit viel Kohlensäure trinken, kann es zu einem Schluckauf kommen. Oder wenn wir zu hastig trinken oder essen. Der schützende Reflex kommt bei Babys besonders häufig vor. Er soll verhindern, dass die Säuglinge beim Trinken ausversehen Milch einatmen. Je älter wir werden, umso seltener wird der Reflex. So hicksen Kinder tausendfach mehr als Erwachsene. Hättest du gedacht, dass bereits ein Embryo im Mutterleib Schluckauf haben kann? Forscher vermuten, dass die Ungeborenen auf diese Weise ihre Atmung trainieren. Außerdem wird so vermutlich das Einatmen von Fruchtwasser verhindert.

Was hilft gegen Schluckauf?

Die verschiedensten Hausmittelchen sollen gegen Schluckauf helfen: ein Glas Wasser trinken, die Luft anhalten, sich erschrecken lassen oder ein Stück Zucker auf der Zunge zergehen lassen. Bewiesen ist die Wirksamkeit dieser "Rezepte" nicht. Sie alle sollen den Betroffenen ablenken, damit er wieder regelmäßiger atmet und das Zwerchfell sich entspannen kann. Dann hört auch der Hicks auf.

Tonja Schewe  

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