Sie sind hier: Kids > News >

Schule: Politiker streiten über das Sitzenbleiben.

...

Nie wieder sitzen bleiben?

21.02.2013, 10:14 Uhr | dapd

Politiker streiten über das Sitzenbleiben. (Quelle: imago)

Politiker streiten über das Sitzenbleiben. (Quelle: imago)

Eine Sechs in Mathe? Oder eine Fünf in Deutsch? In Niedersachsen sollen Kinder künftig nicht mehr sitzen bleiben, wenn sie schlechte Schulnoten haben. In ganz Deutschland wird darüber nun diskutiert.

Nachhilfeunterricht statt sitzen bleiben

Im Bundesland Niedersachsen gibt es eine neue Regierung. Die Politiker dort haben vor, das Sitzenbleiben abzuschaffen. Mädchen und Jungen sollen keine Ehrenrunde mehr drehen müssen, wenn sie in wichtigen Fächern zu schlecht abschneiden. Stattdessen sollen die Kinder besser unterstützt werden, damit sie den Sprung in die nächste Klasse schaffen. Sie könnten zum Beispiel Nachhilfeunterricht bekommen. Politiker und Experten in ganz Deutschland diskutieren nun darüber. Doch nicht alle sind der Meinung, dass es Kindern gut tut, das Sitzenbleiben abzuschaffen.

Die Bundesländer sind für Schulthemen zuständig

In Deutschland sind die Bundesländer für die Schulen zuständig. Daher gibt es unterschiedliche Regelungen zum Sitzenbleiben. In Hamburg ist es bereits so, dass Kinder in bestimmten Klassen nicht sitzen bleiben können. Und auch in einigen anderen Ländern müssen Kinder Klassen nicht wiederholen. Dass aber generell kein Schüler mehr sitzen bleiben soll, ist neu.

Das Sitzenbleiben passt nicht mehr in unsere Zeit

Politiker und Experten streiten nun deswegen. Manche meinen, dass es gut ist, das Sitzenbleiben endlich abzuschaffen. Denn es belastet die Kinder. Sie sagen, es sorgt für Tränen und schlechte Gefühle. Und es passt einfach nicht mehr in unsere Zeit. Außerdem kostet es Geld. Denn die Kinder bleiben länger in der Schule. Und das muss finanziert sein. Gegner hingegen denken, dass das Sitzenbleiben auch was Gutes hat. Sie sehen es nicht als Strafe an. Die Kinder bekommen die Chance, das aufzuholen, was sie versäumt haben. Kommen sie einfach in die nächste Klasse, dann können sie dem Unterricht weiterhin nicht folgen, denken sie. Gesagt wurde auch, dass viele Schüler das Risiko spüren müssen, sitzen bleiben zu können. Dann nämlich sind sie angeblich bereit, mehr für die Schule zu tun.

Hamburg setzt auf kostenlose Nachhilfe

In Hamburg können Kinder von der ersten bis zu neunten Klasse nicht sitzen bleiben. Das Bundesland sagt, dass es ohne die Ehrenrunde besser geht. Haben Kinder in einem Kernfach wie Mathe oder Deutsch eine Fünf im Zeugnis, dann müssen sie nach der Schule zur Nachhilfe gehen. Diese ist für sie kostenlos. Mehr als jeder dritte Schüler verbessert sich innerhalb eines halben Jahres so stark, dass er nicht mehr kommen muss. Ab dem Jahr 2017 soll es das Sitzenbleiben in Hamburg gar nicht mehr geben.

Quelle: dapd

Quiz: Erdkunde
Rund um Deutschland
Brandenburger Tor bei Nacht (Quelle: imago)

Manche wissen ziemlich wenig über Deutschland. Wie sieht es mit dir aus? Quiz

UMFRAGE
Soll das Sitzenbleiben in ganz Deutschland abgeschafft werden?
News: Politik
Unser Regierungssystem
Luftballone mit dem Bundesadler vom Bundestag  (Quelle: imago)

Erfahre mehr über das deutsche Regierungssystem. Wer wählt, wer entscheidet? Politik-Wissen

Politik-Wissen
Die Europäische Union
Konrad Adenauer unterzeichnet 1957 die Römischen Verträge

Erfahre mehr über die EU, von der Gründung bis heute. Die Geschichte der EU

Quiz
Großes Politik-Quiz
Der Deutsche Reichstag. (Quelle: dpa)

Teste dein Wissen über die Bundesrepublik und die deutsche Politik. Quiz



Anzeige
Anzeige