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Nachgefragt: Wie entstehen eigentlich Ebbe und Flut?

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Wie die Gezeiten entstehen

Wie entstehen Ebbe und Flut?

16.04.2015, 09:23 Uhr | Tonja Ariane Schewe

Nachgefragt: Wie entstehen eigentlich Ebbe und Flut?. Unterwegs im Watt. (Quelle: dpa)

Unterwegs im Watt. (Quelle: dpa)

Wer von euch schon einmal an der Nordsee Urlaub gemacht hat, weiß: Bei Ebbe ist das Meer "weg". Man kann einfach über den Meeresboden spazieren. Diesen nennt man auch "Watt". Mit der Flut kommt das Meerwasser zurück. Dieser Wechsel von Ebbe und Flut heißt "Gezeiten". Doch wie entstehen sie überhaupt?

Die sogenannten Flutberge. (Quelle: Montage T-Online mit Material von Thinkstock)Die sogenannten Flutberge. (Quelle: Montage T-Online mit Material von Thinkstock)Der Mond zieht das Wasser an

Dass es auf der Erde einen Wechsel der Gezeiten gibt, liegt an der Anziehungskraft des Mondes. Jeder Körper zieht nämlich einen anderen Körper an. Dieses Naturgesetz heißt Gravitation. Je höher die Masse eines Körpers ist, umso stärker ist die Anziehung. So zieht die Erde beispielsweise uns Menschen an. Ohne diese Anziehungskraft würden wir frei herumfliegen. Mond und Erde ziehen sich ebenfalls gegenseitig an. Von der Anziehungskraft des Mondes wird das Wasser der Meere angehoben. Es entsteht ein so genannter Flutberg.

Die Fliehkraft kommt ins Spiel

Erstaunlicherweise gibt es nicht nur auf der Seite der Erde, die dem Mond zugewandt ist, einen solchen Flutberg. Auch auf der mondabgewandten Seite gibt es einen zweiten Flutberg. Dieser wird durch ein weiteres Naturgesetz verursacht, die so genannte Fliehkraft. Stell dir vor, du nimmst einen Freund an die Hände und ihr dreht euch zusammen im Kreis. Durch die Fliehkraft werden eure Haare beim Drehen vom Kopf weg nach außen geschleudert. Erde und Mond drehen sich nämlich um ein gemeinsames Zentrum. Durch diese Bewegung (Rotation) wird das Wasser auf der mondabgewandten Seite von der Erde weggedrückt - ähnlich wie die Haare beim Drehen im Kreis.

Erde taucht durch Flutberge durch

Zweimal pro Tag wechseln sich Ebbe und Flut ab. Das liegt daran, dass sich die Erde innerhalb von 24 Stunden einmal um die eigene Achse dreht. Sie "taucht" dabei gleichsam zweimal unter einem Flutberg hindurch. Allerdings ist euch vielleicht schon einmal aufgefallen, dass Ebbe und Flut nicht jeden Tag zur selben Zeit wechseln. Das hängt damit zusammen, dass der Zeitraum von einem Niedrigwasser zum nächsten 12 Stunden und 25 Minuten beträgt.

Stehen alle drei Himmelskörper in einer Linie, wird die Anziehungskraft auf unsere Meere größer. (Quelle: Montage T-Online mit Material von Thinkstock)Stehen alle drei Himmelskörper in einer Linie, wird die Anziehungskraft auf unsere Meere größer. (Quelle: Montage T-Online mit Material von Thinkstock)Gezeiten sind nicht immer gleich stark

Doch bei den Gezeiten kommt noch eine dritte Kraft ins Spiel, die Sonne. Der Stand der drei Himmelskörper zueinander entscheidet darüber, wie stark die Gezeiten zu spüren sind. Bilden Sonne, Erde und Mond eine Linie, kommt es zu sogenannten Springfluten. Das heißt, die Flut läuft höher auf. Normalerweise ist das allerdings nicht spektakulär, da die Flut nur wenige Zentimeter höher aufläuft. Das ist der Fall, wenn wir Vollmond oder Neumond haben. Stehen die drei Himmelskörper in einem rechten Winkel zueinander, gibt es die niedrigeren Nippfluten.

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