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Mond: Warum hat der Mond manchmal farbige Ringe?

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Warum hat der Mond manchmal farbige Ringe?

12.12.2012, 11:43 Uhr | dapd

Farbige oder weiße Ringe um den Mond nennt man auch Haloringe. (Quelle: Foto: Patrick Pleul dpa/lbn  )

Farbige oder weiße Ringe um den Mond nennt man auch Haloringe. (Quelle: Foto: Patrick Pleul dpa/lbn )

Viele Menschen schauen abends gern den Mond an. Ist Vollmond, dann sehen sie oftmals nicht nur die leuchtende Scheibe am Nachthimmel. Um den Mond herum scheint eine helle Fläche zu sein. Manchmal schimmert die sogar am Rand farbig. Doch was hat es damit auf sich?

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Kommen die farbigen Ringe von der Erdatmosphäre?

Forscher hat die Frage schon vor vielen Jahren interessiert. Der Physiker Joseph von Fraunhofer versuchte, Anfang des 19. Jahrhunderts bereits eine Antwort zu finden. Er vermutete, dass die helle Fläche und die farbigen Ringe um den Mond nicht vom Mond selbst erzeugt werden, sondern anders entstehen. Er ging davon aus, dass es irgendwie was mit der Erdatmosphäre zu tun haben muss. Die Erdatmosphäre ist eine zarte Hülle aus Gas und Staub, die die Erde umgibt. In ihr sind zum Beispiel der Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen.

Ein Glaskugel-Experiment hilft bei der Aufklärung

Am naheliegendsten erschien dem Forscher, dass kleine Teilchen in der Atmosphäre - sogenannte "Dunstkügelchen" - helle Flächen und Ringe hervorrufen. Sie könnten das Licht des Mondes ablenken und brechen. Um sich das genauer anschauen zu können, machte der Forscher ein Experiment: Er legte viele kleine Glasperlen auf eine Glasscheibe. Dann ließ er einen Lichtstrahl hindurchscheinen und beobachtete das Ganze mit einem schwachen Fernrohr. Der Forscher kam der Sache auf die Spur. Er sah tatsächlich einen farbigen Regenbogenschimmer um den Lichtstrahl. Er stellte fest: Die Farbringe sind umso größer, je kleiner die Glaskügelchen sind.

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Licht besteht aus verschiedenen Farben

Was Joseph von Fraunhofer beobachtet hat, kann jeder zu Hause nachmachen. Wir müssen einfach nur eine kalte Fensterscheibe anhauchen und durch sie hindurch auf eine Lampe oder Kerze gucken. Man sieht dann farbige Ringe um die Lichtquelle. Doch was passiert da genau? Die Lichtstrahlen der Lampe werden von den kleinen Tröpfchen auf der Scheibe abgelenkt. Das Licht wird dadurch in seine einzelnen Farben zerlegt und wir sehen so etwas wie regenbogenähnliche Farben. Licht nehmen wir normalerweise als Weiß war. Aber in Wirklichkeit besteht das helle Licht aus den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigoblau und Violett. Forscher wissen heute: So wie bei der Lampe, ist es auch, wenn wir in den Himmel schauen. Genau so entstehen auch die farbigen Ringe um den Mond.

Auch Pollen können die farbigen Ringe verursachen

Heute wissen die Forscher auch, was die "Dunstkügelchen" sind, die Joseph von Fraunhofer angenommen hat. Sie bestehen aus Eiskristallen oder aus Wassertröpfchen. Allerdings sind sie sehr, sehr klein. Trifft das Mondlicht auf die winzigen Tropfen oder Kristalle, wird es außen um sie herumgeleitet und dabei aus seiner Richtung abgelenkt. Diese Ablenkung funktioniert sogar bei nicht durchsichtigen Teilchen wie beispielsweise feinem Staub. Manchmal kann man die farbigen Ringe um den Mond deshalb sogar dann beobachten, wenn besonders viel Pollenstaub in der Luft ist. Er kommt von den Pflanzen auf der Erde.

Wissenswertes zum Mond

Der Mond ist ein ständiger Begleiter der Erde. Er dreht sich um unseren Planeten und wandert mit der Erde um die Sonne. Der Mond ist etwa 380.000 Kilometer von der Erde weg. Er ist viel kleiner als unser Planet. Wenn man zwei Bälle nimmt, kann man sich die Erde vorstellen wie einen Fußball und den Mond wie einen Tennisball. Tagsüber kann es auf dem Mond bis zu 130 Grad Celsius warm werden, nachts ist es mit minus 160 Grad sehr kalt. Auch Menschen waren schon auf dem Mond. Der erste Astronaut, der zum Mond geflogen ist, war Neil Armstrong.

Quelle: dapd

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