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Memory als Onlinespiel

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Der Spiele-Klassiker memory®

19.03.2008, 15:25 Uhr

Memory

Seit die bunten Legekärtchen im Februar 1959 in die Läden kamen, hat das Unternehmen über 50 Millionen Exemplare davon verkauft. memory®-Fans haben sich in Klubs organisiert, messen sich bei Europameisterschaften, und Mathematikstudenten haben mit einem 1200-Teile-memory® sogar einen Weltrekord aufgestellt. Die Geschichte des Klassikers der Spielewelt zeigt: Heute wie damals gibt es gute Gründe, das einfache Spiel mit den doppelten Kärtchen zu mögen. Hier kannst du die Online-Variante auch gleich ausprobieren. Viel Spaß!


Erste Präsentation 1959

Memory® (Bild: Ravensburger)Memory® (Bild: Ravensburger)Die Erfolgsgeschichte der bunten Kartenpärchen begann im Jahre 1959, als der Otto-Maier-Verlag memory® als ”Ravensburger-Spiel mit der Artikelnummer 6202” auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorstellte. Gleich nach der Präsentation im Februar desselben Jahres waren die ersten tausend Stück zum Preis von 4,80 Mark vergriffen - für damalige Verhältnisse eine Sensation. Dennoch hätte niemand geahnt, dass das Spiel fast 50 Jahre später Kinder und Erwachsene in 70 Ländern begeistert und mit bis dato 50 Millionen verkauften Exemplaren zum erfolgreichsten Spiel des Verlages aufrücken würde. „Memory war ein Meilenstein für den wirtschaftlichen Erfolg von Ravensburger und damit auch für den gesamten Spielemarkt“, bestätigt Erwin Glonnegger, Kenner der deutschen Spieleszene. Zusammen mit Ravensburger-Firmenchef Karl Maier nahm er einst das Spiel ohne zu zögern ins Programm, nachdem ein Schweizer namens William Hurter ihnen die Spielidee für ein solches Legekartenspiel vorgestellt hatte.

Die Vielfalt von Memory®

Memory® (Bild: Ravensburger)Memory® (Bild: Ravensburger)Aus dem Ur-memory® sind mittlerweile viele weitere Versionen geworden, vom Kleinkind-memory® bis zum elektronischen Tierstimmen-memory®. Im Ravensburger Spieleland könnt ihr auf memory® fliegen: Dort sitzt man in Mini-Hubschraubern und deckt die Karten ferngesteuert per Knopfdruck auf einer großen Wand mit drehbaren Riesenkarten auf. Statt des sonstigen Zuwachses für die Kartenpaarsammlung lässt ein Treffer den Hubschrauber um 30 Zentimeter steigen.

Die Spielidee: genial einfach

Das Erfolgsgeheimnis von memory® liegt in seiner schlichten, aber reizvollen Idee. Die ist in drei Sätzen erklärt: Wer an der Reihe ist, darf nacheinander immer zwei Kärtchen aufdecken. Sind es zwei gleiche Bilder, darf sich der Spieler diese beiden Karten nehmen und ist nochmals an der Reihe. Wer die meisten Pärchen findet ist der Sieger. Dieses Prinzip beruht nicht auf Sprachkenntnissen und ist deshalb so universell.

Kinder gegen Erwachsene

Memory® (Bild: Ravensburger)Memory® (Bild: Ravensburger)Auch William Hurter schätzte indes einen Vorzug seines Legekartenspiels besonders: ”Hier können Kinder, wenn sie ein gutes Gedächtnis haben, gegen Erwachsene gewinnen - ohne dass sich die Großen zurückhalten müssen.” Tatsächlich müssen Erwachsene immer wieder feststellen, dass ihr sie in diesem Spiel mühelos in die Tasche steckt, wenn es ums Bilder-Merken geht. Da deckt der Papa auf der Suche nach dem Zitronengelb zaghaft die zweite Karte auf und verdreht die Augen, weil er schon wieder die Sonnenblume erwischt hat, dreht die Karte energisch um. Kaum hat er die Karte zurückgelegt, schon pickt sich das sechsjährige Töchterchen mit siegessicherem Lächeln die restlichen Paare vom Tisch.

Wie memory® nach Ravensburg kam

Ähnlich lief es auch bei Familie Hurter, als der damalige Militär-Attaché der Schweiz in London Anfang der 50er Jahre das Legekartenspiel seines Vaters Heinrich mit seinen Kindern und englischen Freunden spielte. Zusammen mit dem Namen memory® boten er und seine Frau Josephine 1957 das Legekartenspiel von Vater Hurter der Schweizer Spielfirma ”Edition Carlit” an. Die lehnte mit dem Hinweis ab, man habe ein ähnliches Kartenspiel namens ”Punta” schon im Programm, und empfahl die Hurters an den Otto Maier Verlag in Ravensburg. Ganz neu war das Prinzip des Spiels wirklich nicht: Zuvor hatte die Schweizerin Berta von Schröder das ”Zwillingsspiel” mit selbstbemalten Kärtchen in Dominoform entwickelt. Das ließ sie in kleiner Auflage herstellen, ohne dass es je ein kommerzieller Erfolg geworden wäre: Gespielt wurde es vor allem in Schweizer Kindergärten. In Amerika frönte man schon im vergangenen Jahrhundert dem ”Pelmanism”, bei dem gleiche Paare eines Kartenspiels gefunden werden mussten. In England kannte man dieses Prinzip unter dem Namen ”Pairs”. Die Wurzeln der Grundidee reichen bis ins Japan des 16. Jahrhunderts: In der Muromachi-Epoche vertrieben sich einige Reiche mit 180 Jigai-Muscheln die Zeit: Die Innenseiten der Muschel-Hälften waren mit feinen Zeichnungen ausgestattet.

Quadratisch, praktisch, gut

Auch wenn ähnliche Spiele schon lange gespielt wurden - der Charakter des modernen memory® geht zurück auf Hurters Idee: Er beklebte als Erster quadratische Kärtchen aus festem Karton mit Ausschnitten aus Katalogen. Die Ravensburger benutzten ebenfalls Fotos, Zeichnungen, Ausschnitte aus Bildern der Firmenkataloge sowie andere Materialien des Verlages und schufen die unverwechselbaren Original-memory®-Karten, die einzige memory®-Version bis 1973. Lediglich Legekartenspiele aus dem Hause Ravensburger dürfen mit memory® gekennzeichnet werden.

Titel: memory®
Anbieter: Ravensburger
Spieler: ab zwei Spielern
Kids-Altersempfehlung: Geeignet ab etwa drei Jahren

 

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