16.01.2012, 09:20 Uhr
Vor der Küste Italiens ist in der Nacht zum Samstag etwas Schlimmes passiert: Tausende Menschen gerieten in Seenot, nachdem ihr Schiff auf Grund gelaufen war.
Das Schiff heißt "Costa Concordia". Es ist ein Kreuzfahrtschiff. Das heißt, dass Menschen dort normalerweise Urlaub machen. Die "Costa Concordia" war gerade im Mittelmeer unterwegs. Acht Tage sollte die Reise dauern. Doch auf der Fahrt ging etwas schief. Vor der Insel Giglio lief das Schiff auf eine Sandbank auf. Am Rumpf des Schiffes entstand ein 50 Meter langes Loch. So konnte Wasser eindringen.
Passagiere erzählten später, dass sie einen heftigen Ruck gespürt hatten. Viele saßen gerade beim Abendessen. Die Lichter gingen aus. Gläser und Teller fielen zu Boden. Die Menschen fühlten sich an die "Titanic" erinnert. Das Schiff sank im Jahr 1912. Viele haben Bilder vor Augen, weil das Unglück später verfilmt wurde.
Nach dem Unfall sollten die Menschen in Rettungsboote klettern, um an Land gebracht zu werden. Einige sind auch einfach ins Wasser gesprungen, weil sie in Panik waren. Sie wollten an Land schwimmen. Manche Menschen mussten auch mit Hubschraubern vom Schiff gerettet werden, weil sie sich nicht mehr in Sicherheit bringen konnten. Das Schiff hatte Schlagseite bekommen und neigte sich nach rechts. Mindestens sechs Menschen haben das Unglück nicht überlebt.
Nach dem Unfall wurden Menschen vermisst. Niemand wusste genau, was mit ihnen passiert war. Einige konnten nach und nach aus dem Schiffsinnern gerettet werden. Darunter waren ein Mann und eine Frau aus Südkorea, die gerade geheiratet hatten. Sie wurden aus einer Kabine befreit.
Warum das Schiff auf Grund gelaufen ist, ist nicht klar. Nachdem Wasser in das Schiff eintrat, versuchte der Kapitän noch, einen nahen Hafen anzulaufen. Der Kapitän wurde später festgenommen. Es wird ihm vorgeworfen, zu nahe an die Küste gefahren zu sein und das Schiff noch während der Rettungsaktion verlassen zu haben.
Quelle: dapd
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