17.01.2012, 10:59 Uhr | aq
Warum hat die Raumsonde "Phobos-Grunt" ihren Weg nicht gefunden? Wieso geriet sie außer Kontrolle? Diese Fragen haben sich viele in den vergangenen Wochen gestellt. Nun gibt es eine Erklärung: Geladene Teilchen im Weltraum haben sie außer Gefecht gesetzt. Das sagt der Chef der Raumfahrtagentur Roskosmos, Wladimir Popowkin.
"Phobos-Grunt" war im November ins All geschossen worden. Vor der Raumsonde lag eine weite Reise. Sie sollte zum Mars fliegen. Im September 2012 sollte sie dort ankommen. Geplant war, dass die Raumsonde den Planeten und seinen Mond Phobos untersucht. Rund 20 Geräte hatte die Raumsonde dafür dabei. Anfang 2013 sollte die Raumsonde sogar auf Phobos landen. Sie sollte dort Proben aus dem Boden nehmen.
Doch aus alldem wurde nichts. Nach dem Start gab es Probleme mit "Phobos-Grunt". Die Raumsonde hatte ihren Weg nicht wie vorgesehen eingeschlagen und geriet außer Kontrolle. Mitte Januar stürzte sie dann ab. Sie kam über dem Pazifik herunter. Der Chef der Raumfahrtagentur Roskosmos hat nun gesagt, dass geladene Teilchen im Weltraum an dem Absturz schuld sind. Als die Raumsonde das zweite Mal um die Erde kreiste, sorgten sie dafür, dass der Bordcomputer ausfiel. Wladimir Popowkin sagt, dass das nicht hätte passieren dürfen. Beim Bau der Sonde hätten die Hersteller an solch geladene Teilchen mitdenken müssen.
Raumsonden wie "Phobos-Grunt" fliegen ganz automatisch. Menschen sind nicht an Bord. Die Sonde war sehr teuer. Sie zu bauen, hatte 120 Millionen Euro gekostet.
Quelle: dapd
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