16.12.2011, 14:08 Uhr | aq, dapd
Die Bibel erzählt in der Weihnachtsgeschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland. Sie folgen einem hell leuchtenden Stern und finden so das Jesuskind in seiner Krippe im Stall von Bethlehem. Aber was hat es damit auf sich? Hat es diesen besonders hellen Stern wirklich gegeben?
Eine eindeutige Antwort auf diese Frage haben Wissenschaftler noch nicht gefunden. Doch Michael Geffert von der Universität in Bonn ist Astronom und kennt sich gut mit Sternen aus. Um herauszufinden, ob der Stern von Bethlehem wirklich existiert hat, müssten die Wissenschaftler das genaue Geburtsjahr von Jesus kennen, dieses ist aber nicht genau belegbar. Außerdem ist nicht einheitlich beschrieben, wie der Sternenhimmel zu jener Zeit ausgesehen hat.
Forscher sind sich aber einig, dass der Stern von Bethlehem damals ein neues Phänomen war, das die Menschen noch nicht gesehen hatten. Die Mehrheit der Astronomen denkt, dass das Leuchten am Himmel bei der Geburt von Jesus zwei Planeten waren.
Wenn die Menschen damals in den Himmel schauten, sah es für sie aus, als stünden der Jupiter und der Saturn ganz dicht beieinander. Ihr Licht verschmolz zu einem leuchtenden Punkt. Dieses Phänomen fand in der Zeit um die Geburt von Jesus gleich drei Mal statt. "Das könnte eine Erklärung für die Geschichten über den Stern von Bethlehem sein", sagt Michael Geffert.
Michael Geffert meint, es könnten auch eine Supernova oder ein Komet mit einem hellem Schweif gewesen sein. Wenn ein Stern explodiert und hell aufleuchtet, nennen Experten das Supernova. Allerdings sind Supernova und Komet nur wenige Tage oder Wochen am Himmel zu sehen. Die Weisen aus dem Morgenland brauchten hingegen vermutlich viele Monate, um nach Bethlehem zu reisen. "Das spricht gegen eine Supernova oder einen Kometen als Erklärung", sagt Michael Geffert.
Quelle: aq, dapd
Um den Mond herum kann man manchmal einen farbigen Rand sehen. Woher kommt das? mehr
Von Benjamin Blümchen bis Piraten Mahjong: Viele tolle Spiele spielen! Gratis-Onlinespiele