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Fressen Vogelspinnen Vögel?

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Vogelspinnen

Fressen Vogelspinnen Vögel?

17.09.2012, 11:22 Uhr | dapd/ts, dapd

Fressen Vogelspinnen Vögel?. Viele finden Vogelspinnen eklig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele finden Vogelspinnen eklig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie haben behaarte Beine und sind ganz schön groß: Vogelspinnen. Viele Menschen schaudern, wenn sie an die Tiere denken. Doch ist das nötig? Und woher haben die Spinnen eigentlich ihren Namen? Fressen Vogelspinnen Vögel?

Was Vogelspinnen gerne futtern

Ihren Namen soll die Vogelspinne einer Naturforscherin verdanken. Sie hieß Maria Sibylla Merian. Sie schilderte im Jahr 1705 in einem Bericht, was sie auf ihrer Reise nach Surinam beobachtet hatte. Auf einer Seite des Papiers findet der Leser ein Bild von einer großen Spinne. Sie sitzt auf einem Ast und futtert einen Kolibri. Das soll später zu dem Namen geführt haben. Allerdings fressen Vogelspinnen nur selten Vögel. Eigentlich haben sie es eher auf Insekten wie Heuschrecken, Kakerlaken und Grillen abgesehen. Manche mögen auch Tausendfüßler und Skorpione. Nur wenige Arten jagen größere Tiere, wie beispielsweise Echsen oder Schlangen. Insgesamt gibt es etwa 900 verschiedene Vogelspinnenarten.

Vogelspinnen nicht gefährlicher als Wespen

Viele Menschen finden Vogelspinnen eklig, weil sie so groß und behaart sind. Sie fürchten sich vor ihnen. Dabei sind die Tiere üblicherweise nicht gefährlich. Zwar sind alle Vogelspinnenarten giftig. Doch das Gift wirkt meist ähnlich wie bei einer Wespe oder einer Biene, wenn die Tiere uns stechen. Trotzdem tut der Biss einer Vogelspinne weh. Das Gift sorgt meistens für Hautrötungen und manchmal auch für ein taubes Gefühl. Beides geht aber wieder weg. Wer die Tiere hält, muss also aufpassen, nicht gezwickt zu werden. Gefährlich wird das Gift allerdings, wenn Menschen es nicht vertragen und allergisch darauf reagieren.

Gift erleichtert der Spinne die Verdauung

Fachleute sagen, dass Vogelspinnen uns gar nicht beißen wollen. Sie beißen nur, wenn wir sie ärgern und reizen und sie sich bedroht fühlen. Sonst legen sie es nicht darauf an. Das Gift brauchen sie auch nur gelegentlich, um sich zu wehren. Sie nutzen es hauptsächlich beim Beutefang. Das Gift ist ein Verdauungssaft. Haben Vogelspinnen etwas erjagt, dann spritzen sie das Gift in ihre Beute. Die wird flüssig, und die Vogelspinnen können sie auslutschen und aussaugen. Während wir unser Essen im Körper verdauen, geschieht dies bei den Vogelspinnen schon vor der Nahrungsaufnahme. Das ist etwas Besonderes.

Riesenexemplare

Je nach Art unterscheiden sich die Vogelspinnen aber. Manche leben auf Bäumen, andere auf oder im Boden. Sie sind unterschiedlich groß. Während manche nur auf einen Zentimeter kommen, wird die Theraphosa blondi samt ihrer Beine etwa so groß wie ein Schulheft. Sie gilt als die größte Vogelspinne der Welt. Daher hat sie es auch ins Guiness-Buch der Rekorde geschafft. Dort stehen Dinge drin, die auf der Welt einmalig sind oder die zuvor noch nie jemand geschafft hat.

Die Tiere lieben es warm

Vogelspinnen mögen es gern warm. Daher kommen sie in allen wärmeren Teilen der Erde vor. Also beispielsweise in Afrika, Amerika und Asien. Aber auch in Europa können wir sie finden. Dort leben sie unter anderem in Spanien.

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