01.12.2011, 10:26 Uhr | msh
Forscher entdecken Dino-Knochenschuppen (Quelle: dpa)
Krokodile haben sie heute noch: Dichte Knochenschuppen bedecken ihre Haut wie eine Rüstung. Forscher haben jetzt die Knochenschuppen von Dinosauriern gefunden. Sie sind die größten, die bislang entdeckt wurden. Aber als Schutzpanzer waren sie wohl nicht zu gebrauchen.
Die Forscher haben zwei Dinosaurier-Skelette auf Madagaskar ausgegraben. Madagaskar ist ein Inselstaat östlich von Afrika. Die Skelette stammten von Rapetosauriern. Die langhalsigen Pflanzenfresser wurden vermutlich bis zu 15 Meter lang. Ihre Haut war mit einzelnen Knochenschuppen besetzt, fanden die Forscher heraus. Die Tiere trugen also keinen kompletten Schuppenpanzer. Daraus schließen die Experten auch, dass die Schuppen nicht als Schutz gedacht waren wie etwa bei den heutigen Krokodilen.
Die einzelnen Dino-Schuppen waren sehr groß. Die Forscher gruben sie vorsichtig aus und untersuchten sie dann mit dem Computer. Eine der Knochenplatten war 57 Zentimeter lang, 26 Zentimeter breit und 19 Zentimeter dick. Außerdem war sie innen hohl. Die Forscher glauben deshalb, dass die Knochenplatten als Speicher dienten. Dort lagerten sich Mineralstoffe ab, die die Dinosaurier zum Wachsen oder für ihren Nachwuchs brauchten.
Quelle: dapd
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