30.09.2011, 13:16 Uhr | aq
Die Deutschlandflagge weht in Berlin vor dem Reichstag, dem Sitz des Deutschen Bundestags. (Quelle: dapd)
Am 3. Oktober haben Kinder schulfrei und viele Eltern müssen nicht zur Arbeit. Denn dieser Tag ist in Deutschland ein Feiertag. Doch was genau ist an diesem Tag passiert?
Am 3. Oktober wird in Deutschland der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. An diesem Tag sollen sich die Menschen daran erinnern, dass Deutschland früher geteilt war. Es gab zwei deutsche Staaten. Im Westen war es die Bundesrepublik Deutschland (abgekürzt: BRD) und im Osten war es die Deutsche Demokratische Republik (abgekürzt: DDR). Am 3. Oktober 1990 wurde aus diesen beiden Ländern wieder ein gemeinsamer Staat - unsere heutige Bundesrepublik Deutschland.
In der DDR hatten zuvor immer mehr Menschen demonstriert, weil sie mit der Regierung nicht zufrieden waren. Sie wollten endlich frei leben und mitbestimmen dürfen. Durch den zunehmenden Druck der Bevölkerung und von Politikern anderer Ländern, wurde dann schließlich die Grenze quer durch Deutschland geöffnet. Viele Menschen lagen sich in den Armen und freuten sich.
Besonders in Berlin war diese Grenze sichtbar, denn durch unsere Hauptstadt ging eine hohe, bewachte Mauer. Und auch sonst war es für die Menschen zuvor nicht möglich, von der DDR nach Deutschland zu reisen. Nur mit Erlaubnis konnten die Menschen der DDR in den Westen reisen.
Die DDR war eine Diktatur, das bedeutet, dass eine Partei über alles bestimmte. In der DDR war die Partei SED an der Macht. Sie gab vor, wie die Menschen leben und arbeiten sollten. Sie bestimmte auch, was Kinder lernen mussten. Außerdem sagte sie, was in den Zeitungen geschrieben und im Fernsehen gezeigt werden darf. Wer gegen die Partei war, musste fürchten, bestraft zu werden. Die DDR-Regierung ließ die Menschen sogar von der Stasi überwachen.
Die Stasi ist die bekannte Abkürzung für das Ministerium für Staatssicherheit. Mit ihm ließen die DDR-Politiker die Menschen überwachen. Die Spitzel der Stasi belauschten Telefongespräche, öffneten Briefe oder brachten in Wohnungen sogenannte Wanzen an, um Gespräche mit anhören zu können. Die Politiker wollten herausfinden, wer gegen sie arbeitet beziehungsweise wer nicht auf ihrer Seite ist.
Quelle: dapd
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