11.06.2012, 11:25 Uhr | dapd / msh, dapd
In den nächsten Jahren soll es mehr Soldatinnen geben. (Quelle: dapd)
Bei der deutschen Armee arbeiten nicht nur Männer. Auch Frauen sind unter den Soldaten. In den nächsten Jahren sollen es noch mehr werden. Das berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag".
Die deutsche Armee wird Bundeswehr genannt. Es gibt sie seit 1955 und sie soll unser Land verteidigen, falls es einmal angegriffen wird. Seit es die Bundeswehr gibt, ist das zum Glück noch nie passiert. Entscheiden sich Männer und Frauen zur Bundeswehr zu gehen, dann müssen sie aber auch damit rechnen, nicht nur in unserem Land eingesetzt zu werden. Viele deutsche Soldaten sind in anderen Ländern im Einsatz, zum Beispiel in Afghanistan, um dort für mehr Sicherheit zu sorgen.
Die meisten Soldaten in der Bundeswehr sind Männer. Derzeit sind nur 9 von 100 Soldaten Frauen. Künftig sollen es einmal 15 von 100 sein. Im Sanitätsdienst könnten in einigen Jahren sogar genauso viele Frauen wie Männer arbeiten. Die Ärzte und Pfleger dort kümmern sich um die Soldaten, zum Beispiel, wenn sie verletzt wurden.
Damit in Zukunft mehr Frauen zur Bundeswehr gehen, will die Armee etwas tun. Sie glaubt, dass sie dafür mehr Kindertagesstätten (abgekürzt: Kitas) anbieten muss. Die will sie aufbauen. Derzeit gibt es in großen Kasernen bereits Kindergärten. In den Kitas können die Kinder der Soldatinnen und Soldaten spielen, solange ihre Eltern bei der Arbeit sind.
Früher war es für junge Männer ab 18 Jahren Pflicht, dass sie für einige Zeit zur Bundeswehr gingen. Sie lernten dort, was ein Soldat können muss. Diese Wehrpflicht gibt es heute so nicht mehr. Junge Männer und auch Frauen können sich seit vergangenem Sommer aber freiwillig melden. Seither wurden für den freiwilligen Wehrdienst 12.000 Leute neu eingestellt.
Die Bundeswehr-Soldaten gehören zu verschiedenen Abteilungen. Wer beim Heer ist, muss im Ernstfall am Boden kämpfen. Soldaten bei der Luftwaffe arbeiten in Flugzeugen. Bei der Marine sind die Männer und Frauen auf See. Daneben gibt es den Sanitätsdienst. Dort arbeiten Ärzte und Pfleger.
Quelle: dapd / msh, dapd
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