26.06.2012, 12:24 Uhr | dapd, dapd
Auf Mohammed Mursi warten viele schwierige Aufgaben. Er ist der neue Präsident von Ägypten und noch dazu der erste, den die Menschen frei wählen durften. Mohammed Mursi ist 60 Jahre alt und war früher Professor. Nun wird er sein Land aus Kairo, der Hauptstadt von Ägypten, regieren.
In Kairo sind in den vergangenen Tagen viele Menschen auf den Tahrir-Platz gegangen. Sie haben darauf gewartet, dass endlich gesagt wird, wer neuer Präsident wird: Mohammed Mursi oder Ahmed Schafik. Anhänger der beiden Männer hatten jeweils schon behauptet, dass ihr Kandidat der Sieger sei. Aber erst einmal wollten Richter noch prüfen, ob bei der Wahl alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Denn einige Menschen hatten sich beschwert, dass bei der Abstimmung gemogelt wurde.
Nun steht fest: Mohammed Mursi ist Präsident von Ägypten. Als das am Sonntag, den 24. Juni, herauskam, jubelten seine Anhänger auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Einige weinten sogar vor Freude oder beteten. Aus vielen Ländern kamen Glückwünsche. Auch Angela Merkel gratulierte Mohammed Mursi zur Wahl. Die deutsche Bundeskanzlerin schrieb am Montag, den 25. Juni, in einem Brief, dass Deutschland dem neuen Präsidenten gerne helfen möchte, sein Land gut zu regieren.
Denn in Ägypten gibt es viel zu tun. In dem Land im Nordosten von Afrika gab es im vergangenen Jahr heftige Proteste. Millionen Menschen gingen auf die Straßen. Die Ägypter forderten, dass der strenge Präsident Husni Mubarak verschwinden soll. Im Februar 2011 gab Husni Mubarak auf. Jetzt arbeiten die Ägypter daran, sich ein neues Land aufzubauen.
Doch das ist nicht leicht: Zum einen hat das Militär viel zu sagen, zum anderen sind sich die Ägypter nicht einig, wie sie künftig leben wollen. So sind auch nicht alle froh darüber, dass Mohammed Mursi nun der neue Präsident ist. Er war der Kandidat der Muslimbrüder. Das ist eine religiöse Gruppe, die in Ägypten lange Zeit verboten war. Muslime haben den Islam als Religion. Die Gegner von Mohammed Mursi fürchten, dass mit dem neuen Präsidenten die Regeln des Islam in Ägypten streng befolgt werden müssen.
Mohammed Mursi hat aber gesagt, dass er der Präsident aller Ägypter sein will. Er will die Rechte von Christen schützen und zum Beispiel auch dafür sorgen, dass Frauen keine Kopftücher tragen müssen wie in anderen muslimischen Ländern. Mohammed Mursi will sich auch dafür einsetzen, dass nicht mehr so viele Ägypter in Armut leben und Kinder und Jugendliche gut lernen können.
Quelle: dapd, dapd
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